Rückblick 1. Runde 2016

Teil der nationalen Strategie zum Europäischen Forschungsraum ist es, die Leistungsfähigkeit des Europäischen Forschungsraums insgesamt mit Fokus auf EU13-Staaten1 zu stärken. Dazu hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im November 2015 erstmalig die Fördermaßnahme "ERA Fellowships" ausgeschrieben. Ziel der Maßnahme war es, Forschungsmanagementkapazitäten zur Stärkung der EFR-Kompetenz in EU13-Ländern auszubauen ("Capacity building") und die Internationalisierung deutscher Einrichtungen sowie die Professionalisierung von Wissenstransfer und den Ausbau von Netzwerken zu unterstützen.

Das Förderprogramm richtete sich an Wissenschaftsmanagerinnen und -manager des administrativen Mittelbaus aus Forschungs-, Forschungsmittlerorganisationen oder Hochschulen der EU13-Staaten. Als Gasteinrichtungen fungierten deutsche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Forschungsmittlerorganisationen und Hochschulen, die an einem Wissensaustausch interessiert waren, ein Netzwerk aufbauen oder dieses vertiefen wollten.

Die erste Runde der ERA Fellows startete im Herbst 2016, insgesamt gab es 30 Gastaufenthalte an deutschen Einrichtungen, die zwischen sechs und zwölf Wochen lang waren. Das Hospitationsprogramm bestand aus zwei Teilen. Die zwei Campuswochen waren der theoretische Teil und fanden zu Beginn und zur Mitte bzw. zum Ende der Gastaufenthalte – dem praktischen Teil – statt.

Zu Beginn ihres Gastaufenthaltes in Deutschland kamen die ERA Fellows im September 2016 mit ihren Betreuerinnen und Betreuern der Gasteinrichtungen in Bonn zur ersten Campuswoche zusammen. Schwerpunktthemen der Fachvorträge und Workshops waren die Antragstellung in Horizont 2020, die Internationalisierungsstrategien der Wissenschaftseinrichtungen, internationale Forschungsinfrastrukturen sowie die Identifikation weiterer Fördermöglichkeiten und -programme. Dabei stand der interaktive Austausch aller Teilnehmenden im Fokus.

Die zweite Campuswoche fand im Rahmen der nationalen Konferenz des BMBF zum Europäischen Forschungsraum im Oktober 2016 in Berlin statt. Daneben standen Vorträge und interaktive Übungen zu Open Science und Technologietransfer sowie ein Gespräch mit Bundestagsabgeordneten auf dem Programm, in dem forschungspolitische Themen diskutiert wurden.

Die erste Runde war aus Sicht aller Beteiligten sehr erfolgreich, sodass eine zweite Runde im Frühling 2019 ausgeschrieben wird.

 

1  Dazu gehören die Länder Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.